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<title>4 Medizinische Fakultät</title>
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<dc:date>2026-05-18T21:46:24Z</dc:date>
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<title>WEAR-IT Studie Einsatz persönlicher Wearables zur objektiven, eigenständigen Aktivitätsbestimmung während der Rehabilitation nach Verletzungen in der Traumatologie</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/172858</link>
<description>WEAR-IT Studie Einsatz persönlicher Wearables zur objektiven, eigenständigen Aktivitätsbestimmung während der Rehabilitation nach Verletzungen in der Traumatologie
Platte, Julian
Zusammenfassung und Schlussfolgerung&#13;
Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie. Ihr Ziel war es, zu überprüfen, ob sich Wearable-Technologie zur Aktivitätsaufzeichnung und Nachverfolgung von Patientenaktivität allgemein eignet und ob anhand dieser Daten veränderte Aktivität ermittelt werden kann. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde angestrebt, zu prüfen, ob die neue BYOD-Strategie anwendbar und es auf diese Weise möglich ist, den Verlauf der Rehabilitation von Patienten zu beurteilen und ihre Rückkehr zu ihrer durchschnittlichen prätraumatischen Aktivität zu beobachten. Zusätzlich sollte ermittelt werden, welche Wearables durch Patienten bereits verwendet werden.&#13;
Zusammen mit der Abteilung Traumatologie der UCSF wurde die Aktivität der in die Studie eingeschlossenen Patienten anhand von durch Wearables ermittelten Daten ausgewertet. Während an der UCSF lediglich die Schrittzahl verwendet und der Zeitraum nach der Verletzung beobachtet wurde, erhoben wir in Tübingen zusätzlichen die täglich zurückgelegte Strecke sowie die Kardiopunkte und verglichen die Aktivität nach der stattgehabten Verletzung mit den Zahlen des Zeitraumes davor (Normalwerte des Aktivitätsniveaus).&#13;
In einem ersten Abschnitt der Studie betrachteten wir nur die Schrittzahlen und den posttraumatischen Zeitraum aller inkludierten Patienten - sowohl der UCSF als auch derer aus Tübingen - ohne einen prätraumatischen/-operativen Vergleich vorzunehmen. Die erhobenen Wearable-Daten eigneten sich gut zur Beurteilung der Patientenaktivität und man konnte Tendenzen erkennen, dass besonders in den ersten 6 Wochen nach einer Verletzung mit einer Zunahme der Aktivität zu rechnen ist.&#13;
Im zweiten Teil der Arbeit, der nur die Ergebnisse der Tübinger Probanden einschloss, bei denen zusätzlich der bereits erwähnte Vergleich mit der vorherigen durchschnittlichen Aktivität stattfand, zeigten sich drei Erholungstypen der Patienten. Die Patienten, die von Beginn an kaum eine Einschränkung ihres&#13;
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Aktivitätsausmaßes aufwiesen, sowie die, deren Genesungsprozess anhand der Zunahme des Aktivitätsausmaßes im Beobachtungszeitraum beobachtet werden konnte, und jene, die im Zeitraum der Studie keine Steigerung ihrer Aktivität zeigten (Braun et al., 2023).&#13;
Mit dieser Arbeit wurde nicht nur gezeigt, dass es sich um ein hoch relevantes Thema in der Traumatologie handelt (Braun et al., 2022, Ekegren et al., 2018, Marmor et al., 2022), sondern auch, dass diese neue Methodik eine mögliche Lösung für viele bisher bestehende Probleme wie beispielsweise die Genauigkeit (Hartung et al., 2020, Marmor et al., 2022, Zhai et al., 2020), die Einschränkung bei bestimmten Aktivitäten (Ceroni et al., 2011, Liu and Chan, 2016), Objektivität (Grimm and Bolink, 2016) und Kontinuität der Datenerfassung (Feng et al., 2023) bietet. Es wurde gezeigt, dass die BYOD-Strategie anwendbar ist. Das obengenannte Ziel, den Verlauf der Rehabilitation der Patienten aufzuzeichnen und zu beurteilen wurde durch den Vergleich mit der durchschnittlichen Aktivität vor der Verletzung erreicht. Im Fall der Teilnehmer, bei denen dies nicht möglich war, besteht Annahme dazu, dass der Grund weniger in der BYOD-Strategie als in der Methodik liegt, keinerlei Einschränkung bezüglich der Verletzungsentität vorzunehmen (Braun et al., 2023). Somit kristallisierten sich auch Erholungstypen heraus, bei denen dies nicht beobachtet werden konnte.&#13;
Bei den Tübinger Probanden wurde auch die Art des genutzten Wearables notiert, wodurch ein Einblick ermöglicht wird, welche Wearables in welcher Häufigkeit beim Nutzer Anwendung finden. Alle Teilnehmer verwendeten eine Smartphone-Technologie, während ca. 30% (n=9) mit einem Handgelenks- Device ein zusätzliches Gerät nutzten (Braun et al., 2023). Dies bestätigte zuvor gezeigte Tendenzen (Jitesh Ubrani, 2019).&#13;
Allerdings hat die Studie auch gezeigt, dass das Design einer Machbarkeitsstudie Einschränkungen mit sich bringt. Die Compliance-Abhängigkeit anderer Strategien (Marmor et al., 2022) zeigte sich auch bei dem BYOD-Konzept, was jedoch hauptsächlich auf die Methodik der Datenerhebung zurückzuführen war.&#13;
55&#13;
&#13;
Der Studieneinschluss von Patienten verschiedenster Verletzungsentitäten zeigt Verbesserungsbedarf auf. Die Bedeutung des Alters der Patienten für Wearables wurde bereits in der Literatur erwähnt (Andone et al., 2016) und kann anhand der durch die WEAR-IT Studie gemachten Erfahrungen bestätigt werden (Braun et al., 2023). Mit Hinblick auf die Vielfalt an Daten, die Wearables liefern können (Glasin et al., 2019, Boe et al., 2019), sollte zukünftig ermittelt werden, ob eine genaue Vorhersage des Genesungszeitpunktes und eine noch präzisere Beurteilung der Rehabilitation der Patienten möglich ist. All das zeigt, dass die Durchführbarkeit zwar möglich und der Nutzen von BYOD groß ist, aber durchaus noch weitere Arbeiten notwendig sind.&#13;
Ziel zukünftiger Studien sollte es sein, Einschränkungen der vorliegenden Ausarbeitung zu beseitigen (Braun et al., 2023) und ein vollständiges und endgültiges Konzept der BYOD-Strategie zu entwerfen. Mit Hinblick auf das Alter der Nutzer sollte bedacht werden, dass solange es sich bei der zunehmenden Nutzung technischer Geräte im gesundheitlichen Bereich durch älteren Menschen (Onyeaka et al., 2021) nur um eine Tendenz handelt, BYOD eher Anwendung bei einem Kollektiv aus jüngeren Patienten finden sollte (Braun et al., 2023).
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<dc:date>2025-12-05T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://hdl.handle.net/10900/172813">
<title>Evaluation potenzieller Auswirkungen einer chronischen Parodontitis auf den Spiegel des prostataspezifischen  Antigens im Blut und potenzieller Veränderungen  nach erfolgter Therapie</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/172813</link>
<description>Evaluation potenzieller Auswirkungen einer chronischen Parodontitis auf den Spiegel des prostataspezifischen  Antigens im Blut und potenzieller Veränderungen  nach erfolgter Therapie
Filipova, Elitsa Evgenieva
Chronische Parodontitis wirkt sich nicht auf den Serumspiegel des Prostata-spezifischen Antigens aus.
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<dc:date>2025-12-04T00:00:00Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://hdl.handle.net/10900/172812">
<title>Untersuchung charakteristischer Muster in MR-Spektren von Patienten mit zerebralen Erkrankungen</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/172812</link>
<description>Untersuchung charakteristischer Muster in MR-Spektren von Patienten mit zerebralen Erkrankungen
Mennad, Amin Elias Manuel
Die Magnetresonanzspektroskopie des menschlichen Gehirns ist eine diagnostische Methode, um nicht-invasiv Aufschluss über die chemische Zusammensetzung eines untersuchten Hirnvolumens zu erhalten. Dabei spielt es im klinischen Alltag oft eine supportive Rolle, da die bekannten Zusammenhänge bis auf einige Ausnahmen oft nur eine grobe Einordnung verschiedener dysplastischer, genetischer und metabolischen Erkrankungen ermöglicht. Darüber hinaus gibt es jedoch auch einzelne Anwendungsbereiche für spezifische Fragestellungen wie der Differenzierung zwischen strahleninduzierter (Radiatio-)Nekrose und Tumorprogression bei Glioblastomen.&#13;
Nach der Akquisition eines FID-Signals, der Fourier-Transformation und dem Postprocessing wird in der Literatur oft eine Konzentrationsbestimmung von Metaboliten (die die Spektrenform bestimmen) mithilfe von Software-Implementationen wie LCModel vorgenommen. Spektren können als Linearkombinationen sogenannter den Metaboliten zugehörigen Basisspektren verstanden werden, deren Anteil proportional zu ihrer Konzentration im untersuchten Gewebe ist. Daher wird häufig versucht, eine passende Linearkombination dieser Basisspektren zu finden, die das tatsächlich vorliegende Spektrum hinreichend erklärt. Hierfür muss eine Annahme über die im Gewebe vorhandenen Metaboliten getroffen werden und es erfolgt eine Reduktion des Informationsgehaltes des Spektrums auf wenige Zahlen – den so ermittelten mutmaßlichen Metabolitenkonzentrationen.&#13;
Dabei finden andere im Spektrum enthaltene Informationen wie Frequenzverschiebungen, zusätzliche Peaks und Baseline-Verschiebungen keinen Eingang in die Auswertung. Ziel dieser Arbeit ist deshalb die visuelle, ganzheitliche Bewertung der Spektren nach dem Postprocessing (d.h. nach der Fourier-Transformation des FID-Signals, sowie Phasen- und Frequenzkorrekturen und der Normierung) sowie die Herstellung von Zusammenhängen zu diesen mit den untersuchten Erkrankungsbildern.&#13;
Dafür wurden im Rahmen dieser Arbeit durch die untersuchenden Radiologen archivierte SVS-PRESS-Datensätze untersucht und Diagnosen oder, falls nicht vorhanden, klinische Befunde zu den zugehörigen Patienten erhoben und in anonymisierten Listen festgehalten. Zusätzlich fanden die (nicht immer vorhandenen) Voxelpositionen und das Alter der Patienten Eingang in diese Liste.&#13;
Letzteres ist wichtig für die Vergleichbarkeit der Spektren, da sich die Gewebezusammensetzung mit dem Alter verändert und für unterschiedliche Hirnregionen unterscheidet.&#13;
In einem ersten Schritt zur visuellen Auswertung wurden die Spektren der Patienten mit den häufigsten Befunden bzw. Diagnosen jeweils überlagert und nach Voxelposition, Echozeit und Altersgruppen (oder Altersintervallen) getrennt und überlagert mit einem Referenzspektrum dargestellt. Das relative Alter der Patienten innerhalb der Altersgruppe fand über eine Farbkodierung Eingang.&#13;
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Untersucht wurden dabei die Befunde bzw. Diagnosen „ätiologisch ungeklärte globale Entwicklungsstörung“, „unklare Myelinisierungsstörung“, Metachromatische Leukodystrophie, X-chromosomale Adrenoleukodystrophie, Morphologische Entwicklungsstörungen, Glioblastom, „ZNS-Vaskulitis“ und Hereditäre Spastische Spinalparalyse (HSP).&#13;
Es konnten dabei einige in der Literatur bekannte physiologische Altersentwicklungen beobachtet und bestätigt werden. Die „ätiologisch ungeklärte globale Entwicklungsstörung“ diente dabei bei Abwesenheit einer Kontrollgruppe als Referenz einer physiologischen Entwicklung der Spektren.&#13;
Beobachtet wurden bei diesen Spektren eine altersabhängige Zunahme des NAA-, des Glx- und des mI-Peaks, sowie eine Abnahme des Cho-Peaks mit Akzentuierung dieser Entwicklungen für jeweils verschiedene Voxelpositionen und Altersgruppen (meist jedoch für ein jüngeres Alter). Die altersabhängige Zunahme des mI-Peaks zeigt sich dabei im Widerspruch zur Literatur.&#13;
Im Kontrast hierzu wiesen Patienten mit X-chromosomaler Adrenoleukodystrophie und Patienten mit einer Hereditären Spastischen Spinalparalyse für verschiedene Altersgruppen eine altersbedingte Abnahme des NAA-Peaks und für den Cho-Peak eine altersbedingte Zunahme auf.&#13;
Es wurden zudem qualitative Unterschiede gefunden, die in der herkömmlichen Auswertungsmethode mithilfe des Findens von Linearkombinationen keinen Eingang finden: Spektren von Patienten mit einer Form der ZNS-Vaskulitis oder einem Glioblastom wiesen häufig eine Frequenzverschiebung der Metaboliten-Peaks auf. Glioblastom-Spektren wiesen zudem zusätzlich häufig verschobene Baselines, bizarre Spektrenformen und zusätzliche Peaks auf.&#13;
Zudem konnten auch einige in der Literatur bekannte quantitative Zusammenhänge bestätigt werden: Die für demyelinisierende Erkrankungen typischen Veränderungen wie eine Abnahme des NAA-Peaks, eine Zunahme des Cho- und mI-Peaks sowie für aktive Demyelinisierungsprozesse typische Laktat-Peaks wurden für verschiedene Erkrankungen gefunden und in der Literatur bekannte Zusammenhänge bestätigt.&#13;
Darüber hinaus wurden altersabhängige Entwicklungen der mI- und Glx-Peaks für Voxelpositionen in den Basalganglien gefunden, die in der Literatur noch nicht beschrieben worden zu sein scheinen. &#13;
Eine Auswertung der restlichen Spektren stellte aufgrund der Heterogenität der Befunde und Diagnosen der restlichen Patienten eine große Herausforderung dar. Zur besseren Nutzbarkeit wurden Diagnosen zu Diagnosekategorien zusammengefasst, von denen am ehesten davon auszugehen ist, dass sie sich in ihrem Einfluss auf die Stoffwechsellage des untersuchten Hirngewebes ähneln und somit ähnliche Spektren in den untersuchten Patienten hervorbringen.&#13;
Die Spektren dieser Diagnosekategorien wurden nach dem Postprocessing und einer linearen Interpolation für kanonisch gewählte Chemical-Shift-Werte gemittelt. Das bedeutet, dass für diese Chemical-Shift-Werte jeweils ein Mittelwert für die Amplitude der Spektren an dieser Stelle ermittelt worden ist. Das Ergebnis hiervon waren Durchschnittsspektren, die für jeden Chemical-Shift-Wert jeweils einen Durchschnittswert der Amplitude aller Spektren in der jeweiligen Diagnosekategorie als Wert besitzen.&#13;
Diese resultierenden Durchschnittsspektren boten Aufschluss über das gemittelte Verhalten der Spektren dieser Diagnosekategorien. Damit sollte untersucht worden, ob es möglich sei, mithilfe eines Spektrums eine eindeutige Diagnosezuordnung unter Einbezug von Patienten und Spektrenmetadaten wie der Altersgruppe (und Veränderungen der Durchschnittsspektren dieser Diagnosekategorien zwischen diesen), Voxelposition und Sequenzparametern zu erreichen. Dies konnte zwar nicht mit Sicherheit erfolgen, aber es konnte gezeigt werden, dass oftmals ein relativ spezifisches Verhalten der Durchschnittsspektren in Zusammenschau mit den Metadaten sichtbar wurde. U.a. zeigten sich für einige Diagnosekategorien Veränderungen, die zwar insgesamt unspezifisch sind, jedoch in einigen Kombinationen aus Voxelposition und Altersgruppe spezifisch auftrat.&#13;
Dadurch konnte gezeigt werden, dass die Interpolation und Mittelung von Spektren auf Grundlage von Diagnosekategorien und Metadaten (Voxelposition, Patientenalter und verwendete Echozeit) eine Möglichkeit bietet, neue Zusammenhänge zwischen Spektren und Erkrankungen zu finden, die über Konzentrationsbestimmungen hinaus gehen.&#13;
Nützliche Ergänzungen in weiterführenden Arbeiten wären das Erstellen von Diagnosekategorien auf der Grundlage von histopathologischen Arbeiten, Datensätzen mit systematisch erhobenen klinischen Befunden, zuverlässig erhobenen Metadaten wie der Voxelposition und verwendeter Feldstärke und das Verwenden angepasster Streuungsmaße.
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<dc:date>2025-12-04T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Klinische und radiologische Ergebnisse nach chirurgischer Therapie der perilunären Verletzungen des Handgelenks</title>
<link>http://hdl.handle.net/10900/172806</link>
<description>Klinische und radiologische Ergebnisse nach chirurgischer Therapie der perilunären Verletzungen des Handgelenks
Besz, Wojciech Jedrzej
Perilunäre Verletzungen (perilunäre Luxation (PL) und perilunäre Luxationsfraktur (PLF)) sind schwere Verletzungen des Handgelenks, die als Folge von Unfällen mit hoher Energieeinwirkung auftreten. Das Ziel der vorliegenden Studie bestand darin, den Thera- pieerfolg bei den in der BG-Unfallklinik Tübingen behandelten Patienten zu untersuchen. Von 69 Patienten (70 Handgelenke), die für eine retrospektive Datenanalyse qualifiziert werden konnten, füllten 30 einen Selbstbewertungsbogen aus und 28 nahmen an einer körperlichen Nachuntersuchung teil. Für die retrospektive Analyse wurde die Datenbank der BG-Unfallklinik Tübingen ausgewertet. Im Rahmen der Nachuntersuchung wurden die Handmobilität, die Handkraft sowie mögliche neurologische Defizite evaluiert. Der Mayo-Wrist-Score wurde ebenfalls bewertet. Die Ergebnisse wurden mit den Resultaten in der aktuellen Literatur verglichen. Wie auch bei anderen Autoren stellten in unserer Studie junge erwachsene Männer die größte Patientengruppe dar. Die Patienten mit PL waren zum Zeitpunkt der Aufnahme statistisch signifikant älter (48 Jahre (IQR 23,75) als die Patienten mit PLF (27 Jahre (IQR 16), p &lt; 0,001, Mann-Whitney-U-Test). Die dege- nerativen Veränderungen im Bandapparat könnten der Grund für die höhere Anfälligkeit älterer Patienten für PL sein. Patienten, die über einen kombinierten dorsalen und palma- ren Zugang operiert wurden, verfügten bei der Nachuntersuchung über einen größeren Bewegungsumfang bei der Flexion und Extension (70 % (IQR 23)) als Patienten, die nur über einen dorsalen Zugang operiert wurden (52 % (IQR 31) der Gegenseite, p = 0,003, Mann-Whitney-U-Test). Dies könnte damit zusammenhängen, dass der zusätzliche palmare Zugang die Inspektion und Rekonstruktion der beschädigten Bänder ermöglicht. Im Vergleich mit den radiologischen Ergebnissen nach der Reposition ergab sich bei der letzten radiologischen Nachuntersuchung (Medianzeit des Follow-ups 19,7 Monate (IQR 34)) unter den Patienten nach perilunären Verletzungen eine statistisch signifikante Ver- größerung des SL-Winkels (p &lt; 0,001, Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test) und eine Ver- längerung des SL-Abstands (p = 0,015, Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test). Trotzdem wurden die Ergebnisse der Reposition als gut bewertet und eine Reluxation wurde nicht beobachtet. Bei der Herzberg-Klassifikation der radiologischen Ergebnisse bei der Nach- untersuchung (30 Monate (IQR 44,75)) lag der Anteil der befriedigenden Ergebnisse (A und C) bei 37,3 % und der der unbefriedigenden Ergebnisse (A1, B, B1, C1) bei 62,7 %.&#13;
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Die ulnare Translokation der Handwurzel trat bei 23 % der Patienten auf, eine DISI-Fehl- stellung bei 16 % der Patienten und eine statische SL-Dissoziation bei 14 % der Patienten, was die Hypothese stützt, dass im postoperativen Verlauf radiologische Veränderungen auftreten. Nach einer medianen Beobachtungszeit von 32,5 Monaten entwickelten 49 % der Patienten eine Arthrose des Handgelenks. Die Arthrose entwickelte sich dabei häufi- ger bei älteren (48 Jahre (IQR 18,25)) als bei jüngeren Patienten (27 Jahre (IQR 15,5), p = 0,001, Mann-Whitney-U-Test) und auch häufiger nach PL im Vergleich mit PLF (p = 0,003, Chi-Quadrat). Diese Beobachtung könnte durch den Fakt beeinflusst werden, dass in der älteren Population Arthrose häufiger auftritt. Bei 57 % der Fälle befand sich die Arthrose im Gelenkspalt zwischen Os lunatum und Os capitatum, was mit einer Schädi- gung der Gelenkfläche zum Zeitpunkt der Verletzung zusammenhängen könnte. Bei der Nachuntersuchung zeigte sich bei Patienten nach perilunären Verletzungen eine Funkti- onsverlust des Handgelenks auf der betroffenen Seite im Vergleich zur Gegenseite, so- wohl in Flexion und Extension, ulnarer und radialer Abduktion, Griffstärke (jeweils p &lt; 0,001, Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test) als auch in der Pinchmetrie im Schlüsselgriff (p = 0,022, Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test) und im Dreipunktgriff (p = 0,017, Wilcoxon- Vorzeichen-Rang-Test). Die Arthrose des Handgelenks hatte einen negativen Einfluss auf die Griffstärke (p = 0,004, Mann-Whitney-U-Test). Die mediane Zeit von der Opera- tion bis zur Ausfüllung des DASH-Fragebogens lag bei 73,1 Monaten (IQR 95). Die Er- gebnisse des DASH-Fragebogens korrelierten in der vorliegenden Studie mäßig negativ mit den Ergebnissen des Mayo-Wrist-Scores (p = 0,003, Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman: -0,547, Spearman’s Rho). Unter allen Patienten mit perilunären Verlet- zungen betrug der Mayo-Wrist-Score 70 (IQR 15) im Median, was qualitativ einem mä- ßigen Ergebnis entsprach. Der DASH-Score betrug in dieser Gruppe im Median 11,3 (IQR 21,2). Wegen der Heterogenität der Verletzung und der Vielfalt der Operationstech- niken sind weitere Studien mit längeren Nachbeobachtungszeiten und größeren Patien- tenkollektiven erforderlich, um die langfristigen Behandlungsergebnisse sowie die Ope- rationsmethoden zu analysieren. Diese Studie bestätigte, dass perilunäre Verletzungen erhebliche funktionelle und radiologische Folgen haben. Die Art der Verletzung (PL oder PLF), die Anzahl der verwendeten K-Drähte sowie der angewendete operative Zugang standen in Zusammenhang mit den Behandlungsergebnissen. Trotzt chirurgischer Thera- pie wurde die Funktion des Handgelenks bei der Nachuntersuchung als mäßig bewertet.
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<dc:date>2025-12-03T00:00:00Z</dc:date>
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